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| Anweisungen zur Postproduktion Verwenden Sie ein Bearbeitungssystem welches mindestens der Auflösung der Kamera entspricht und vermeiden Sie jegliche Datenkompression. Zeitlupe und Zeitraffer sowie Animationen (z. B. Rolltitel) müssen im "Frame-Mode" hergestellt werden. Achtung, ein Videoband mit Effekten die im ?Frame-Mode? hergestellt wurden, kann nicht für die Videoauswertung verwendet werden. Das Herstellen einer zweiten Version ist deshalb unumgänglich. Falls Sie den Kontrastwert verändern möchten, arbeiten Sie vorzugsweise mit dem Gammawert. Für der Herstellung der Titel und Untertitel ist zu beachten, dass bei der Kinoprojektion ca. 2,5% des Bildes an allen Seiten abgeschnitten wird. Eine Lichtbestimmung der Videobänder ist nur empfehlenswert falls Sie mit professionellen Geräten arbeiten. Die Lichtbestimmung im Filmlabor kann damit aber nicht umgangen werden. Bei langen Filmen oder komplizierten Lichtbestimmungen lohnt es sich ein Kurzbild des Films herzustellen. (Ein Kurzbild besteht aus den 10 ersten und 10 letzten Bildern jeder Einstellung des Films.) Dieses Kurzbild wird zusammen mit Ihrem Film gefazt. Das Labor verwendet das Kurzbild für die Lichtbestimmung des Films. Wenn nötig, können davon mehrere Kopien gezogen werden, bis die richtigen Lichtwerte gefunden sind. Erst dann wird die Kopie des Films hergestellt, was natürlich kostengünstiger ist. Matthias Bürcher hat ein Programm geschrieben, welches anhand der EDL Ihres Films, die EDL des dazugehörigen Kurzbilds errechnet. Die Aktaufteilung des Films muss den üblichen Normen entsprechen: Bei 35mm darf die Aktlänge maximal 20 Minuten erreichen, bei 16mm befindet sich die Grenze bei 52 Minuten. Sie können die einzelnen Akte auf dieselbe Kassette kopieren, getrennt durch ca. 20 Sekunden Schwarz. Jeder Akt muss unbedingt mit einer Startmarke versehen sein (ein weisses Bild mit einem akustischen Bip, 50 Bilder vor dem Anfang des Akts). Vergessen Sie nicht den Ton am Schluss jedes Aktes ca. 40 Bilder überlappen zu lassen. Dies ist notwendig für die Überspielung des Tons, der im Vergleich zum Bild vorverschoben auf die Filmkopie übertragen wird. Als Ausgangsmaterial für den Transfer brauchen wir Digital-Beta-Kassetten im PAL-Format. Das Labor verlangt DAT-Kassetten zur Herstellung des Lichttons. Am besten kopieren Sie die DAT-Kassetten von den für den Transfer bestimmten Digital-Beta-Kassetten. Auf diese Weise ist die Synchronität garantiert. Falls Sei eine Dolby-Stereo-Mischung von Ihrem Film haben, schicken Sie uns das entsprechende encodierte Band. Für Filme mit einfacher Mono oder Stereo-Mischung braucht das Labor genaue Angaben bezüglich der Aussteurerung. In diesem Fall kann das DAT-Band im Labor ins Dolby-Format encodiert werden. Dies hat den Vorteil, dass das Dolby-Rauschunterdrückungssystem im Kino zum Einsatz kommt und dass ihre Mischung von einer wesentlich grösseren Dynamik profitiert. Ausserdem wird ihr Film in Stereo gespielt, falls ihre Mischung in Stereo war. Dieses Verfahren ist noch dazu günstiger als die Herstellung eines normalen Mono-Tonnegativs. Der einzige Nachteil der Dolby-Codierung besteht darin, dass Sie während der Postproduktion jegliche Phasenverschiebung des Tons verhindern müssen. Sonst könnte nämlich ein Teil des Filmtons vom Dolbydecoder bei der Wiedergabe an die falschen Lautsprecher geschickt wird. Die Standardgeschwindigkeit von Kinoprojektoren ist 24 Bildern pro Sekunde. Im Gegenteil dazu wird Ihr Videofilm mit 25 Bilder pro Sekunde überspielt (Geschwindigkeit des PAL-Systems). Die Dauer Ihres Films erhöht sich somit um 4%. Diese Verlangsamung ist nicht sichtbar, sie ist aber hörbar (der Ton ist tiefer). Die Verschiebung der Tonfrequenz können Sie während der Mischung mit einem "Harmonizer" korrigieren. Diese Möglichkeit wird aber nur selten wahrgenommen, denn es gibt leider immer mehr Kinos, die die Filme mit 24,5 B/S oder noch schneller laufen lassen. Zeit ist Geld... |
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